Tausche ALT gegen NEU

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Darf ich vorstellen … mein neues Auto! Ihr glaubt nicht, was das für ein Gefühl ist, endlich wieder frei zu sein, endlich  wieder unabhängig zu sein, endlich wieder fahren zu können wann und wohin ich will. Es ist einfach unbeschreiblich.

Als ich am 2.März 2016 in mein Auto eingestiegen bin, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass das für 1,5 Jahre das letzte Mal sein wird.  Zum Auto laufen, einsteigen, anschnallen und los! Ja so einfach und schnell ging das damals noch. Jetzt dauert es alles um einiges länger.

Weil mich viele gefragt haben was, wo und wie das funktioniert, habe ich mir gedacht, das Ganze in einer Bilderserie festzuhalten. Mein Cousin Tim war so lieb und hat mit mir ein kleines Shooting veranstaltet. So kann ich besser erklären, was umgebaut ist, wo mein Rollstuhl Platz findet und wie das alles funktioniert.

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Fangen wir mit dem Auto an. Prinzipiell kann man jedes Modell wählen. Ich habe mich für einen Golf Variant entschieden, weil ich Golf schon immer toll und schick fand. Da ich meine Beine zum Fahren nicht mehr benutzen kann, musste ich mich für ein Automatikgetriebe entscheiden. Ich kann ja logischerweise nicht mehr kuppeln und schalten. Außerdem mussten Gas und Bremse so umfunktioniert werden, dass ich beides mit der Hand bedienen kann. Die Fußpedale sind trotzdem noch vorhanden. Sie wurden nur mit einem kleinen Brett abgedeckt, so dass ich nicht ausversehen mal mit meinen Füßen aufs Gas oder auf die Bremse trete. Ab und zu machen die Beine nämlich was sie wollen und das wär in dem Fall sehr ungünstig. Am Lenkrad habe ich noch ein Teil, bei dem ich nicht weiß, wie ich es bezeichnen soll. Seine Aufgabe aber ist, mir das Lenken zu erleichtern. Es ist ein Knauf, an dem Funktionen wie Blinken, Hupen oder auch der Scheibenwischer einprogrammiert sind. So muss ich nicht ständig umgreifen und hab alles in Reichweite. Ja und das war`s auch eigentlich schon. Der Rest ist geblieben wie er war.

Kommen wir zum Einsteigen. Ich fahre mit meinem Rollstuhl dicht an das Auto ran, bremse ihn und schmeiße beide Beine ins Auto. Dann rutsche ich auf dem Rollstuhl ganz noch vorn, halt mich mit der einen Hand am Auto fest und schwinge mich regelrecht vom Rollstuhl auf den Autositz. So und dann sitz ich da.

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Jetzt kommt das wohl Schwierigste. Wie bekomme ich dieses Teil, welches ich da ja nicht stehen lassen kann, mit ins Auto? Anfangs dachte ich, es ist nie zu schaffen. Aber wieder einmal habe ich gemerkt, dass Übung den Meister macht.

Mit wenigen Handgriffen kann ich den Rollstuhl zusammenfalten. Ich baue dann beide Räder ab und lege diese auf meinen Beifahrersitz. Ich muss jetzt nur noch den Rahmen über mich drüber heben und ebenfalls auf den Beifahrersitz stellen.

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Klingt alles sehr easy. Ist tatsächlich aber ziemlich anstrengend. Die ersten Tage hat dieses Prozedere ungefähr 10 Minuten gedauert. Mittlerweile liegen zwischen Einsteigen und Losfahren nur noch 3 Minuten.

Ja so siehts aus. Ich bin super froh, dass alles so gut klappt. Ich fühle mich wieder richtig gut hinter dem Steuer. Und ich bin stolz darauf, wieder so fit und unabhängig zu sein. Ich liebe mein neues Auto!

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