New York New York

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, trotzdem will ich euch meinen New York Trip nicht vorenthalten. Hier also ein paar Bilder und Eindrücke von unserem Urlaub! ❤

Montag, 10.09.18 – 12:55 ging unser Flug von Berlin nach New York. 9 Stunden später landeten wir und es regnete … herrlich, so hatten wir uns das nicht vorgestellt! Zu unserem Schlafplatz für den nächsten Tage fuhren wir mit einem Yellow Cab. Dank Behindertenbonus durften wir uns einfach an den ganzen Massen am Taxistand vorbei schleichen 🙂 Ca. Eine Stunde brauchten wir bis zum Empire Hotel, welches direkt am Central Park lag.

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Das Hotel war super schön. Das Zimmer für meine Rollstuhlverhältnisse etwas eng, aber trotzdem machbar! Das Bad, welches für mich immer am wichtigsten ist, hatte ein unterfahrbares Waschbecken und auch eine Dusche, in der man einen Sitz ausklappen kann. Für 4 Nächte völlig ausreichend.

Wir kamen am Montag gegen 18/19 Uhr im Hotel an und hatten dann eigentlich vor, noch ein wenig die Gegend zu erkunden. Das Wetter machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Es regnete wie aus Eimern! Innerhalb von 5 min waren wir von oben bis unten durch und entschlossen, zurück zum Hotel zu gehen. Ziemlich schade. Durch die 6 Stunden Zeitverschiebung aber auch ganz ok so. Wir waren fertig und erschöpft und gingen dann nach einer kleinen Hotel-Erkundungstour und einem Cocktail in der Rooftopbar einfach ins Bett.

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4 Uhr war es, als ich Dienstag Morgen zum ersten Mal putzmunter auf den Wecker sah. Paul und ich waren wach und gegen halb 6 machten wir uns dann fertig und saßen kurze Zeit später mit einem Starbuckskaffee am Times Square. Es war hell und trotzdem leuchtete alles unfassbar schön. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Ich weiß nicht, wie lange wir da saßen … zwei, drei Stunden? Wir genossen einfach die frische, regnerische New Yorker Luft, bevor wir uns weiter auf den Weg machten.

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Wir schlenderten gefühlt einmal durch ganz Manhattan bis wir irgendwann merkten, noch immer nicht gefrühstückt zu haben. Irgendwie haben wir die Stadt aufgesaugt und das Essen regelrecht vergessen. Später kehrten Paul und ich dann trotzdem in einem kleinen Café ein und gönnten uns ein geiles Avocadobrot.

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Anschließend ging unsere Tour weiter zum Ground Zero und dem One World Trade Center. Ich hab mir das Ganze sehr emotional vorgestellt. Durch die Tatsache, dass an diesem Tag aber auch noch der 11. September war, war alles noch viel berührender. Überall standen Blumen und Fernsehteams und Menschen über Menschen. Die Atmosphäre war irgendwie komisch. Ich hatte Gänsehaut und war sehr berührt und trotzdem war alles so unvorstellbar. Wir wollten anschließend das 9/11 Museum besuchen. Leider war dieses an diesem Tag nur für Familie und Angehörige der Opfer geöffnet.

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Für einen kurzen Powernap ging es für uns zurück ins Hotel. Aus dieser einen Stunde, die wir vorhatten zu schlafen, sind dann allerdings drei oder vier geworden. Gegen 23 Uhr machten wir uns dann nochmal zum Times Square um einen fetten Burger zu essen. So neigte sich auch dieser Tag zu Ende. Paul hat fast 27.000 Schritte gemacht, ich bin nebenher gerollt. Wir sind völlig fertig ins Bett gefallen.

Mittwoch ging es wieder ziemlich früh los zu unserem ersten Stop, einem kleinen Laden mit Säften und Smoothies und Bowls. Von „Juice Generation“ habe ich auf einem Blog gelesen und der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Seit diesem Tag mag ich Erdnussbutter!

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Während des Frühstücks fing es an zu regnen. Was auch sonst. Regen war die Tage irgendwie unser Ding. Wir entschlossen uns dazu, eine Stadtrundfahrt mit einem Hop-on-hop-off-Bus zu machen. Schon am ersten Tag kauften wir ein 3-Tagesticket. Bis zu diesem Zeitpunkt erkundeten wir allerdings alles zu Fuß. Nun aber ging es mit dem Bus weiter. Es gab verschiedene Routen durch verschiedene Stadtteile. Ein guter Plan, wenn man keine Regenjacke an hat und auch, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen.

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Ein bisschen Shopping durfte natürlich auch nicht fehlen. Das machten wir nach unserer Bustour. Shoppen und essen und Menschen beobachten … und das Ganze wieder von vorn. In dieser verrückten Stadt gibt es so viel zu beobachten und ich hätte auch Stunden lang nur „glotzen“ können. Einfach schön. Grand Central Terminal und Central Park durften natürlich auch nicht fehlen.

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An Tag drei fuhren wir wieder mit einem der berühmt berüchtigten Yellow Cabs von unserem Hotel bis runter zur Brooklyn Bridge und auch noch darüber auf die andere Seite. Es gibt eigentlich auch spezielle Taxen für Rollstuhlfahrer, da kann man hinten im Kofferraum mit seinem Rollstuhl sitzen. Sowas will ich aber nicht. Ich sitze immer lieber ganz normal auf einem normalen Sitz. Aber das nur nebenbei. Taxi fahren in NYC ist so ein Ding. Es ist verdammt geil, denn man bekommt an jeder Ecke eins. Aber es ist für meine Begriffe auch verdammt eng und rasant und voll auf den Straßen, sodass ich ständig hätte schreien könnte. Ich hatte wirklich manchmal etwas Schiss. Paul meinte nur: „Der macht das jeden Tag. Beruhige dich.“ Okay Okay.

In Brooklyn angekommen, frühstückten wir erstmal in einem kleinen Diner. Megamäßig lecker. Gut gestärkt machten wir uns dann auf, über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan. Es war sooo unglaublich schön. Da wir wirklich zeitig unterwegs waren, war es auch noch verhältnismäßig leer. Wir schossen einige Bilder und genossen einfach nur die Aussicht. Die Skyline von New York tauchte etwas im Nebel ab, aber trotzdem war es traumhaft! Ich hätte stundenlang an diesem Fleck stehen können!

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Nach diesem tollen Start in den Tag fuhren wir mit dem Bus weiter zu einer Bootsanlegestelle.  Auf Empfehlung machten wir eine eine Speedboat-Touren mit „the Beast“. Die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten und wir machten Halt an der Statue of Liberty, um ein paar Bilder zu schießen. Auf dem Rückweg nochmal ein Stop, um die vielen Wolkenkratzer zu bestaunen. Und da kommt man wirklich einfach nur ins Staunen, wie ich finde.

Wir hopsten in den nächsten Bus und fuhren die Tour weiter zum Times Square. Von da machten wir uns zu Fuß auf zum Rockefeller. Ja, und wenn ich zu Fuß sage, meine ich natürlich im Rollstuhl 😉

Wir hatten uns dazu entschlossen, nicht aufs Empire State Building zu gehen, sondern es uns vom Rockefeller Center aus anzugucken. Auch hier hatte ich einen Behindertenbonus. Während andere mindestens eine Stunde anstehen mussten, konnten wir einfach an allen vorbei ziehen. Schön, Danke! Von oben hatten wir trotz grauem Wetter eine schöne Sicht über die ganze Stadt. New York lag uns zu Füßen und war einfach nur schön!

Der Tag war noch jung und deshalb machten wir uns auf den Weg zur High Line, einer alten Bahnstrecke, welche als Parkanlage umfunktioniert wurde. Überall Pflanzen und Bänke zum genießen und ausruhen. Wirklich schön gemacht und toll anzusehen, aber irgendwie zu viele Menschen auf einer zu engen, kleinen, alten, neu gemachten Bahnanlage.

Dann neigte sich der New York Trip auch schon dem Ende zu. Effektiv hatten wir nur drei Tage, was in meinen Augen etwas wenig war. Ein bis zwei Tage mehr wären schön gewesen, um alles etwas mehr genießen zu können. Wir hatten jetzt nur noch den letzten Abend und an dem schlenderten wir nochmal ohne Ziel einfach in der Gegend rum. Wir kamen an ein paar Sportplätzen vorbei, an verschiedenen Parks und vielen kleinen Läden und Restaurants. Es wurde von Minute zu Minute dunkler und zugleich schöner. Die ganzen Lichter und  Häuser und Autos und Ampeln… . Alles irgendwie traumhaft. Ich war richtig verliebt!

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Wie jeden Abend genehmigten wir uns noch einen Drink in der Hotelbar. New York war wunderschön und wir kommen gern wieder. Ich kam mit dem Rollstuhl überall hin, alle waren freundlich und hilfsbereit und es war, so weit von mir getestet, alles barrierefrei. Allerdings sind solche Städtereisen auch sehr anstrengend und ich habe mir eine kleine Unterstützung für meinen Rollstuhl besorgt. Ohne dieses kleine Zaubergerät wären mir sicher am ersten Tag die Arme abgefallen. Darüber aber ein anderes Mal mehr. 😉

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Für uns ging die Reise am nächsten Morgen weiter nach Miami! Drei Stunden Flug und schon stand das nächste Highlight vor uns …

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